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Ökologische Infrastruktur

Wie stärkt man die Qualität der natürlichen Lebensräume, auf welche wissenschaftliche Grundlagen stützt man sich dabei und welche Instrumente benötigt man? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt "Ökologische Infrastruktur", welches gemeinsam von den Regionalpärken Doubs und Chasseral sowie drei Kantonen geführt wird, in den Jahren 2016 und 2017. 

Pilotprojekt

Dieses wichtige Pilotprojekt, welches von den Regionalpärke Chasseral und Doubs gemeinsam geführt wird und auf die Biodiversität ausrichtet ist, wurde im ersten Semester 2016 gestartet und wird zwei Jahre dauern. Hinter dem eher willkürlichen Namen verbirgt sich ein ambitioniertes Schema: Schutzgebiete miteinander verbinden, Ausbreitung der Tier- und Pflanzenarten fördern und gezielt auf die Qualität der Lebensräume Einfluss nehmen. Dabei sollen sowohl land- und forstwirtschaftliche Lebensräume als auch Grünzonen im städtischen Raum berücksichtigt werden.

Analyse und Umsetzung

Konkret wird das Projekt in mehreren Etappen verlaufen. Nach der aktuellen Phase, welche der Analyse und Einschätzung der Situation dient - Zustand der verschiedenen Lebensräume und Präsenz der Arten - werden in einer weiteren Phase Massnahmen entwickelt. Diese werden ergriffen in Übereinstimmung mit den betroffenen Lebensräumen der Region (Gemeinden, öffentliche und private Eigentümer, kantonalen Dienststellen, Vereine und spezialisierte Fachleute).

Nützlich für alle

Es werden mittel- und langfristige Ergebnisse ersichtlich sein. Sie werden natürlich für die Zielarten von Nutzen sein, aber auch direkt für die Einwohner und Besucher, indem sie ihnen besser ausgeglichene Lebensbedingungen mit einer umfangreicheren Bioversität und unberührte Landschaften bieten.

Strategie Biodiversität

Zu den indentifizierten Arten, die zuerst von den Massnahmen profitieren werden, gehören Fledermäuse und Libellen in Quellen- und Bachnähe. Das Gesamtbudget des Projekts, welches für zwei Jahre läuft, beträgt 1'162'000.- CHF und wird ausschliesslich vom Bund über das Bundesamt für Umwelt finanziert im Rahmen der nationalen Biodiversitätsstrategie, welche im Jahr 2012 angenommen wurde.